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Archäologische Stätten

Malta lockt mit gleich drei UNESCO-Weltkulturerbestätten: Valletta, die megalithischen Tempel und das Hypogäum von Ħal Saflieni.

Auf den Inseln Malta und Gozo gibt es insgesamt sieben megalithische Tempel, wobei jeder das Ergebnis einer individuellen Entwicklung ist. Der Tempelkomplex von Ġgantija in Gozo fällt besonders durch seine großartigen bronzezeitlichen Strukturen auf. Die Tempelanlage gehört zu den ältesten freistehenden Monumenten weltweit und ist älter als die Pyramiden von Gizeh in Ägypten.

Die Tempel von Ħaġar Qim, Mnajdra und Tarxien sind einzigartige architektonische Meisterwerke, wenn man bedenkt, dass den Erbauern nur sehr eingeschränkt Ressourcen zur Verfügung standen. Die Tempel stellen eine einzigartige architektonische Tradition dar, die zwischen 3600 und 2500 v. Chr. auf den maltesischen Inseln ihren Höhepunkt hatte.

Das Hypogäum von Ħal Saflieni ist ein unterirdischer Höhlenbau, der von den Erbauern der Anlage sowohl als Kultstätte als auch als Begräbnisstätte genutzt wurde. Das Hypogäum wird als Inbegriff prähistorischer Monumente angesehen.

Valletta, die Hauptstadt von Malta, ist untrennbar mit ihrer militärischen Geschichte und dem wohltätigen Orden des hl. Johannes von Jerusalem verbunden. Valletta wurde 1565 nach der ‚Großen Belagerung‘ erbaut und nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette benannt. Die von Festungsanlagen umgebene Stadt zählt zahlreiche Monumente, die sich alle auf engstem Raum befinden und Valletta damit zu einer der historisch reichsten Gebiete weltweit machen.

Valletta wurde für das Jahr 2018 als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt.


Festungsanlagen 

Malta wird aufgrund der zahlreichen militärischen Anlagen auch oft als ‚Festungsinsel‘ bezeichnet. Die Anlagen sind eine Hinterlassenschaft der Kriegsgeschichte der Insel, die aufgrund ihrer strategischen Lage und ihrer tiefen und sicheren Häfen immer wieder umkämpft wurde.

Die Festungsanlagen entstanden hauptsächlich in zwei Epochen: zu Zeiten der Ordensritter und während der britischen Kolonialherrschaft. Die imposanten Anlagen sind eine Hinterlassenschaft der militärischen Auseinandersetzungen und erinnern an das Zeitalter der Ritter, Helden und legendären Schlachten. 

Bei einem Spaziergang um das von Bastionen umgebene Valletta oder entlang den Victoria Lines, einem Verteidigungswall auf einer Plateaukante quer durch Malta, finden sich Überreste unserer militärischen Geschichte; darunter Festungen und Wachtürme aus dem 17. Jahrhundert bis hin zu Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg.

In den Gemeinden und Dörfern von Malta und Gozo und natürlich in Valletta stoßen Besucher auf eine Reihe historischer Stätten aus verschiedenen Epochen. Jede dieser Sehenswürdigkeit leistet ihren eigenen Beitrag zu dem historischen Mosaik, das sich quer durch die Jahrhunderte zieht.


Museen und Galerien

Die 7000-jährige Geschichte von Malta zu entdecken, ist einfacher als Sie denken. Die maltesischen Inseln selbst sind ein großes Freilichtmuseum. Freigelände und Museen decken jede Epoche ab – von der Urgeschichte bis zum Zweiten Weltkrieg.

Die 250 Jahre dauernde Herrschaft der Ordensritter brachte kulturelle Meisterwerke nach Malta, die heute in den Museen, Palästen und Kirchen der Inseln bewundert werden können.

Die maltesischen Inseln haben mit ihren satten Farben und schroffen Landschaften seit jeher örtliche und ausländische Künstler, Fotografen und Bildhauer angeregt. In verschiedenen Galerien werden die Arbeiten einiger Künstler ausgestellt, darunter auch hervorragende zeitgenössische Künstler. Zu den beliebtesten Ausstellungsorten für Kunst, Skulpturen und Töpferkunst zählen das Kreativzentrum im St. James Cavalier in Valletta, das National Museum of Fine Arts und das National Museum of Archaeology. 


​Religiöse Stätten

Malta zählt zu den ältesten Hochburgen des Christentums. Der Apostel Paulus, der im Jahr 60 auf seiner Fahrt nach Rom als Gefangener Schiffbruch erlitt, brachte das Christentum nach Malta. Überall in den geheiligten Stätten, Grotten und Katakomben von Rabat und in der alten Hauptstadt Mdina kann man auf seinen Spuren wandeln.

Über die Inseln sind über 360 Kirchen und Kapellen verstreut, die zum Landschaftsbild sowie zum sozialen und kulturellen Leben der Malteser dazugehören.

Viele der Kirchen sind ein architektonisches Meisterwerk. Sie sind mit aufwendigen Dekorationen verziert, und mit Skulpturen aus Stein werden Heilige, Engel und heilige Symbole nachgebildet.

Die wahrscheinlich faszinierendsten religiösen Stätten sind die kleinen Kapellen am Wegesrand. Einige wurden in den Felsen gehauen, andere eng an den Klippen gebaut. Aber alle sind Orte der stillen Einkehr.


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