Antici Gruppe hochrangiger Diplomaten der Ständigen Vertreter in Brüssel, die die Botschafter in Coreper II bei der Vorbereitung der Kompromisse in der EU-Gesetzgebung unterstützen. Gegründet im Jahr 1975 und benannt nach dem ersten italienischen Präsidenten dieser Gruppe, Paolo M Antici. Ein ähnliches Gremium hilft den stellvertretenden Botschaftern in Coreper I und wurde nach dem dem ersten belgischen Präsidenten, Vincent Mertens de Wilmars, Mertens-Gremium benannt. 
Charta der Grundrechte​

Grundrechte auf EU-Ebene nun unter der Aufsicht des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg. Die EU-Charta der Grundrechte wurde im Dezember 2000 in Nizza als politische Erklärung angenommen. Seit dem 1. Dezember 2009 ist sie unter Artikel 6 TEU des Lissabon-Vertrags verbindlich. Ein Gerichtsverfahren des Jahres 2013 gibt der Charta Vorrecht vor nationalem Recht. Sie besteht aus 54 Artikeln, die hauptsächlich aus der Europäischen Menschenrechtskonvention entlehnt sind. Sie sind in die folgenden Bereiche aufgeteilt: ​
Kollegium (Kollegium der Kommissionsmitglieder)
Die Kommission besteht aus dem Kollegium der Kommissionsmitglieder der 28 Mitgliedsstaaten, einschließlich des Präsidenten, der Vize-Präsidenten und des Hohen Vertreters. Die Kommissionsmitglieder, je einer aus jedem EU-Land, stellen die politische Führung der Kommission für einen 5-Jahres-Term dar. Jedes Kommissionsmitglied ist für einen vom Präsidenten festgelegten Bereich verantwortlich.
Kompetenz Die Vollmachten der EU gemäß der Verträge. Unterteilt in: 1) ausschließliche Kompetenzen; 2) geteilte Kompetenzen; 3) Kompetenz zur Unterstützung, Koordination oder Ergänzung von Handlungen der Mitgliedsstaaten; und 4) Kompetenz der Herbeiführung von Übereinkommen, nach denen die EU-Mitgliedsstaaten ihre Politik koordinieren müssen.
Zusammensetzung Der Europarat stellt eine einheitliche Rechtsperson dar, aber er trifft in 10 verschiedenen 'Zusammensetzungen' zusammen, abhängig von dem zur Diskussion stehenden Gegenstand. Zwischen den Ratszusammensetzungen gibt es keine Hierarchie, obwohl dem Rat für Allgemeine Angelegenheiten eine besondere Koordinationsrolle zukommt und er verantwortlich ist für institutionelle, administrative und horizontale Fragen. Der Rat für Auswärtige Angelegenheiten hat ebenfalls eine besondere Aufgabe. Jede der 10 Ratszusammensetzungen kann ein Gesetz annehmen, dass in den Aufgabenbereich einer anderen Zusammensetzung fällt. Daher wird bei keiner gesetzgeberischen Handlung die Zusammensetzung genannt.
Coreper (I & II) Coreper steht für das 'Kommittee der Ständigen Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union'. Coreper II besteht aus den Ständigen Vertretern der 28 Mitgliedsstaaten, und Coreper I aus deren Stellvertretern. Alle auf der Agenda dieses Rats genannten Angelegenheiten (außer einiger agrarwirtschaftlicher Dinge) werden zuerst in Coreper behandelt, außer der Rat entscheidet anders. Es handelt sich hierbei nicht um ein Entscheidungsorgan der EU, und jede von ihr getroffene Vereinbarung kann vom Rat, der alleinig entscheidet, in Frage gestellt werden.
Schlussfolgerungen des Rats Nach jedem Gipfeltreffen veröffentlicht der Präsident des Europarats die vereinbarten Schlussfolgerungen des Gipfels. Diese werden verhandelt, häufig von den Regierungschefs geändert und bestimmen dann die Richtung für weitergehende EU-Politikinitiativen. Ratsschlussfolgerungen sind nicht rechtlich bindend, wurden aber schon vom EU-Gerichtshof in Form eines 'weichen' Gesetzes angewandt.
Europarat Der Europarat ist eine internationale Organisation mit dem Fokus auf der Förderung der Menschenrechte, der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Gegründet im Jahr 1949 besteht er aus 47 Mitgliedsstaaten und arbeitet für etwa 820 Millionen Menschen. Sein jährlicher Haushalt liegt bei etwa einer halben Milliarde Euros. Das bestbekannte Organ des Europarats ist der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der die Europäische Menschenrechtskonvention durchsetzt. Der Europarat fördert Menschenrechte durch internationale Konventionen wie die Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt und die Cybercrimekonvention. Sie beobachtet den Fortschritt der Mitgliedsstaaten auf diesen Gebieten und gibt Empfehlungen durch unabhängige Expertenbeobachtungsorgane ab. 
Rat der Europäischen Union (Ministerrat)​
Der Ministerrat, oft auch einfach der 'Rat', ist das Hauptentscheidungs- und gesetzgebende Organ der EU.  In Verbindung mit dem Europäischen Parlament formt der Ministerrat die Gesetzgebung der EU. Der Ministerrat sollte nicht verwechselt werden mit dem Europäischen Rat oder dem Europarat. Der Erstgenannte ist eine eigenständige EU-Einrichtung, siehe unten. Die zweite ist ein internationales Organ, vollkommen getrennt von der EU, gegründet im Jahr 1949 mit dem Ziel der Förderung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit in den 40 Mitgliedsstaaten.​

Gerichtshof der Europäischen Union Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) mit Sitz in Brüssel  umfasst die gesamte Justiz. Er ist die oberste Gerichtsbehörde der EU und sorgt für eine einheitliche EU-Rechtsanwendung in allen EU-Staaten. Er entscheidet in rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Regierungen und EU-Institutionen.
Richtlinie​
Eine Richtlinie ist ein Rechtsakt, der die EU-Entscheidungen verkörpert. Richtlinien müssen erst durch die Parlamente und Regierungen der Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden innerhalb eines bestimmten Zeitraums, z.B. 18 Monaten. Sollte sich ein Land weigern, eine Richtlinie umzusetzen, wird sie in diesem Land dennoch rechtskräftig. Sind die Bestimmungen ausreichend präzise, können sie als direkt anwendbar betrachtet werden. Über die Jahre hinweg hat der Europäische Gerichtshof viele Richtlinien als direkt anwendbar eingestuft und sogar erklärt, dass Länder im Falle einer verzögerten Umsetzung schadenersatzpflichtig werden.​
EWSA Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) ist ein beratendes Organ und besteht aus Vertretern  von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen sowie weiteren Interessengruppen. Er gibt seine Meinung zu EU-Angelegenheiten an die Europäische Kommission, den Europarat und das Europäische Parlament ab und wird so zu einer Brücke zwischen den Entscheidungsträgern der EU und den EU-Bürgern.
EFTA Die Europäische Freihandelsgemeinschaft (EFTA) ist eine zwischenstaatliche Organisation für die Förderung des Freihandels und der wirtschaftlichen Integration zum Wohl ihrer vier Mitgliedsstaaten: Island, Liechtenstein, Schweiz und Norwegen. Diese Gemeinschaft ist verantwortlich für das Management der EFTA-Konvention, die die rechtliche Basis dieser Organisation bildet und den Freihandel zwischen den EFTA-Staaten regelt; EFTAs weltweites Netzwerk des freien Handels und der Partnerschaftvereinbarungen; und das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), welches drei der vier EFTA-Mitgliedsstaaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) eine Teilnahme am EU-Binnenmarkt ermöglicht.​
Erweiterung Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) beschreibt den Prozess der Aufnahme neuer Mitgliedsstaaten in die EU. Seit die 'Sechs' (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg und die Niederlande) 1951 den Vertrag unterzeichneten und damit die Europäische Kohle- und Stahlgemeinschaft (EKSG) gründeten, erweiterte sich die EU in 6 Schritten: 1973 mit dem Beitritt des Vereinigten Königreichs, Irland und Dänemark; 1981, als Griechenland das zehnte Mitglied wurde; fünf Jahre später mit dem Beitritt von Spanien und Portugal im Jahr 1986; 1995, als Österreich, Schweden und Finnland an Bord kamen; und 2004, als die EU Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, die Slowakei und Slowenien aufnahm - die "größte Erweiterung aller Zeiten sowohl in Umfang als auch Diversität". Bulgarien und Rumänien traten 2007 bei. Das neueste Mitglied des Clubs ist seit 2013 Kroatien.
EU-Rat Der EU-Rat besteht aus den Regierungschefs aller EU-Mitgliedsstaaten und den Präsidenten des Europäischen Rats und der Kommission. Er handelt in aktuellen internationalen Angelegenheiten über die 'Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik'.  Er kann in schwierigen Themen Entscheidungen treffen, auf die sich der Ministerrat nicht einigen konnte.
Europäische Kommission Die Europäische Kommission vertritt die Interessen der EU als Ganzes. Sie ist politisch unabhängig und verantwortet sich gegenüber dem Europäischen Parlament. sie macht gesetzgeberische Vorschläge an den Rat und das Parlament.
Europäische Menschenrechtskonvention Die Europäische Menschenrechtskonvention ist das erste Übereinkommen des Europarats und der Eckpfeiler aller Handlungen. Sie wurde im Jahr 1950 angenommen und 1953 rechtskräftig. Ihre Ratifikation ist Grundvoraussetzung für die Aufnahme in die Organisation. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte beobachtet die Umsetzung und Einhaltung der Konvention in den 47 Mitgliedstaaten des Europarats. Einzelpersonen können sich in Sachen von Menschenrechtsverletzungen an das Straßburger Gericht wenden, wenn in dem betreffenden Mitgliedstaat alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind. Die Europäische Union ist in der Vorbereitung der Unterzeichnng der Menschenrechtskonvention, um damit einen gemeinsamen europäischen Rechtsraum für mehr als 820 Millionen Bürger zu schaffen.​
Europäischer Rat
Die regelmäßige Versammlung der Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten. Diese Präsidenten und Premierminister treffen sich zusammen mit dem Präsidenten der EU-Kommission mindestens viermal pro Jahr und besprechen die politischen Richtlinien für die EU. Außenminister und andere Minister können auf Einladung teilnehmen. Den Versammlungen steht nun ein ständiger Präsident vor. Der Vertrag von Lissabon begründet den Europäischen Rat als eine offizielle EU-Einrichtung. Donald Tusk, in seiner Rolle als Ratspräsident, sitzt den Versammlungen vor.​
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte Zu den vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geschützten Rechten gehören unter anderem das Recht auf Leben, das Verbot der Folter, das Verbot von Sklaverei und Zwangsarbeit, das Recht auf Freiheit und Sicherheit, das Recht auf faire Anhörung, keine unrechtmäßige Verurteilung, das Recht auf Respekt des Privat- und Familienlebens, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, das Recht, eine Ehe einzugehen, Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf, Diskriminierungsverbot.
Europäischer Gerichtshof Sitz in Luxemburg; stellt die Einhaltung des Gesetzes in der Auslegung und Anwendung der Europäischen Vereinbarungen der Europäischen Union sicher.​
Europäisches Parlament Das parlamentarische Organ der Europäischen Union, bestehend aus 766 europäischen Prlamentsmitgliedern aus den 28 Staaten der EU, gewählt durch universales Wahlrecht. Die Mitglieder bilden 8 eigene politische Parteigruppierungen (sowie einige nicht verbundene Mitglieder). Die Hauptaufgabe ist das Erlassen von EU-Recht in Zusammenarbeit mit dem Europarat.
Europäische Union Die Europäische Union ist eine einmalige Wirtschafts- und Politikunion von 28 europäischen Staaten.  Sie fußt auf Rechtsstaatlichkeit, das heißt: alles basiert auf den Verträgen, die von den Mitgliedern demokratisch vereinbart wurden.
Fünf Präsidenten
Das Recht der EU-Bürger auf Leben, Arbeit und das Kaufen und Verkaufen von Gütern und Dienstleistungen überall in der Union. Auch wenn viele dieser Rechte bereits zum Alltag in der EU gehören, gibt es noch viele Beispiele dafür, dass diese Freiheiten noch nicht vollständig umgesetzt sind.​
Vier Freiheiten Das Recht der EU-Bürger auf Leben, Arbeit und das Kaufen und Verkaufen von Gütern und Dienstleistungen überall in der Union. Auch wenn viele dieser Rechte bereits zum Alltag in der EU gehören, gibt es noch viele Beispiele dafür, dass diese Freiheiten noch nicht vollständig umgesetzt sind.​
Allgemeines Abkommen Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT) ist ein im Jahr 1948 verabschiedeter völkerrechtlicher Vertrag zur Steigerung des Handels und zum Abbau von Zöllen und Handelsbeschränkungen. GATT zählte 110 Mitglieder, als es im Jahr 1995 in die Welthandelsorganisation (WTO) umbenannt wurde. Das Allgemeine Abkommen für Dienstleistungen, GATS, ist ein internationaler Vertrag der Welthandelsorganisation über die Einführung einer Marktwirtschaft und des Freihandels, zum Beispiel in sozialen Dienstleistungen. 
Mertens Gruppe hochrangiger Diplomaten der Ständigen Vertreter in Brüssel.  Assistiert Coreper in der Vorbereitung von Kompromissen zwischen Mitgliedstaaten. Gegründet im Jahr 1993 und benannt nach dem ersten belgischen Präsidenten der Gruppe, Vincent Mertens de Wilmars. 
Nicolaidis-Gruppe​ Die Nicolaidis-Gruppe bereitet die Versammlungen des Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees (PSK) vor. Es entspricht den Antici- und Mertens-Gruppen, die die Versammlungen des Ausschusses der Ständigen Vertreter (Coreper) vorbereiten. Die Nicolaidis-Gruppe trifft sich zweimal die Woche, immer am Tag vor der PSK-Versammlung.
Parlamentarische Versammlung (des Europarats) Die beratende Institution des Europarats (nicht der EU), bestehend aus 318 Vertretern (und die gleiche Anzahl an Stellvertretern), ernannt duch die nationalen Parlamente der 47 Mitgliedsstaaten.​
Roadmap/Plan Roadmaps sind eine erste Beschreibung der von der Kommission geplanten Initiativen. Sie beschreiben das Problem, das von der Initiative angegangen werden soll und mögliche Politikoptionen. Sie bieten einen Überblick über die verschiedenen geplanten Phasen in der Entwicklung der Initiative, einschließlich der Konsultation der beteiligten Parteien und eine Folgeabschätzung. Sollte keine Folgeabschätzung durchgeführt werden, führt die Roadmap den Grund an.
Triloge (oder Trialoge)​ Informelle Drei-Parteien-Treffen von Vertretern des Europäischen Parlaments, des Rats und der Kommission. Inhalt und Ziele sind unterschiedlicher Natur, von sehr technischen Diskussionen hin zu sehr politischen Themen (Minister und Kommissare eingeschlossen). Sie können Angelegenheiten der Planung und eines Zeitplans behandeln oder auch ins Detail eines bestimmten wesentlichen Punkts gehen.
TTIP Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft ist der Vorschlag zu einem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA mit dem Ziel des Vorantreibens des wirtschaftlichen Wachstums in drei Hauptbereichen: Marktzugang; spezifische Regelungen; und umfassende Regeln und Grundsätze und Formen der Kooperation. Ein Abschluss der Gespräche war ursprünglich für Ende 2014 geplant, diese sind aber noch im Gange.​